Peking Stadtimpression bei Tag

Unser letztes Zwischenfazit ist bereits eine Weile her. Wollen wir ehrlich sein, wir haben es erst vergessen und dann aufgeschoben. Abgesehen davon wollten wir wenigstens versuchen unsere Ausgaben etwas zu reduzieren, denn die Visumsproblematik in Russland hat doch ein beachtliches Loch in unsere Reisekasse gerissen.

Doch alle Versuche günstiger zu leben, scheiterten im Ansatz. Wir lernten Leute kennen, freundeten uns an und gingen gemeinsam aus. Was nie wirklich günstig ist. Oder wir freundeten uns mit der landestypischen Küche an und zogen Restaurants den Instant-Nudelsuppen vor. Auch wenn man etwa in der Mongolei oder in China ziemlich preiswert hervorragend essen kann, es kostet alles Geld. Also genug der Heimlichtuerei, wir wollen ehrlich sein: Wir sind deutlich über dem geplanten Budget. Haben dafür aber auch einiges gesehen und erlebt. Hier sind die Fakten.

Wir sind nun seit 61 Tagen unterwegs, haben in dieser Zeit 13 Städte in sieben Ländern besucht und von Berlin bis Peking 11310 km in Zügen, Bussen und Autos zurückgelegt.
Unsere Schlaftechnik in Bussen ist immer noch nicht perfekt, dafür klappt es in Zügen mittlerweile ohne Probleme. Teilweise sogar besser als in Hostels.

Wir haben seit Berlin insgesamt 5900 Euro ausgegeben, 4000 sollten es sein. Sch… Doch natürlich haben wir dafür auch einiges erlebt. Von Transport, Unterkunft und Grundnahrungsmitteln einmal abgesehen, hier nun einige Highlights seit dem Verlassen Russlands.

Highlight mongolische Wildnis wie auf dem Tui Mein Schiff 4 Trip. Die Berichterstattung dürfte deutlich gemacht haben, dass wir von unserem Trip in die Wildnis mehr als begeistert waren. Doch es dürfte wohl klar sein, dass es das Ganze nicht für lau gab. Aber die 240 Dollar pro Person waren gut investiert.

Highlight Dalai Lama. Zwar mussten wir für die „Audienz” lediglich den Eintritt für das Kloster berappen, doch seine Heiligkeit zu sehen, war eine unerwartete Zugabe und definitiv ein Höhepunkt.

Highlight Datong. Einem Tipp folgend besuchten wir diese Stadt, die eigentlich nicht auf unserer geplanten Route lag. Es erwies sich als Glücksfall. Die Yungang Grotten und das hängende Kloster haben uns schlichtweg beeindruckt. Doch jeder Umweg kostet Geld.

Highlight chinesische Küche. Das für den westlichen Gaumen aufbereitete und mit reichlich Glutamat zubereitete Essen, das sie einem daheim als chinesische Kost verkaufen, hat so rein gar nichts mit dem zu tun, was man hier serviert bekommt.