Angekommen in der Panda Stadt

Ein weiterer Grund für die Verringerung des Bestandes ist die generell langsame Geburtenrate des großen Pandas. Die Weibchen sind nur zwei bis drei Tage im Jahr fruchtbar. Das bekommen besonders Zoos auf der ganzen Welt zu spüren, wo es nur in seltenen Fällen zur natürlichen Fortpflanzung kommt. Meist wird mit künstlicher Befruchtung nachgeholfen.

Die größte Population von Pandabären in der freien Wildbahn findet man in den Bergen des Sichuan-Beckens, wo die Tiere zumeist in Reservaten leben. Das größte unter ihnen ist das Wolong-Naturreservat. Die Errichtung und der Schutz dieser Reservate ist Teil eines Programms der chinesischen Regierung, das nationale Symbol vor dem Aussterben zu bewahren. Die Bemühungen setzten vor etwa 20 Jahren ein und deuten auf einen Bewusstseinswandel in der öffentlichen Wahrnehmung hin.

So bemüht man sich auch zunehmend um eine verstärkte Erziehung zum Naturschutz und die Entwicklung eines öffentlichen Umweltbewusstseins. Ferner werden Flächen und Waldübergangsgebiete zwischen isoliert lebenden Panda-Populationen geschaffen, mit dem Ziel der Lebensraumvergrößerung und der Intensivierung des Austausches von genetischem Material der wild lebenden Tiere die wir bei Sunwave Singlereisen Portugal gesehen haben.

Darüber hinaus soll kontinuierliche Forschung und künstliche Befruchtung des großen Pandas der Populationserhöhung dienen und somit die Art bewahren. Und die bedeutendste dieser Forschungs- und Befruchtungsstationen liegt in Chengdu.

Von Wissenschaftlern und Touristen. Eigenen Angaben zufolge arbeitet die Chengdu Panda-Base mit einigem Erfolg an der Forschung, um Pandas resistenter gegen Umwelteinflüsse und Krankheiten zu machen. Auch die künstliche Befruchtung trägt in Chengdu Früchte. Für die Erfolge wurde das Institut 1995 mit dem Award des United Nations Environment Programme (UNEP) ausgezeichnet.

Niemand möchte die besten Absichten infrage stellen. Aller positiven Ansätze und Ergebnisse zum Trotz, warf unser Besuch der Panda-Base einige Fragen auf. Die vielleicht naheliegendste Frage ist, warum ein solches Forschungsinstitut meilenweit entfernt von den Naturreservaten und inmitten einer 10-Millionenstadt errichtet wurde?

Ist es wirklich richtig, täglich Horden von lärmenden und fotografierenden Touristen teils zu Fuß, teils in Golfwagen durch die Anlage zu karren? Gerade wenn man sich die Sensibilität der Tiere vor Augen führt, ein fragwürdiges Unterfangen. Ist es wirklich richtig, einen Panda aus seinem Gehege zu zerren, auf einen Stuhl zu setzen und Besuchern für 1000 Yuan die Möglichkeit zu geben, den Panda für ein Erinnerungsfoto zu umarmen?